Rock im Betonwerk V – Samstag Teil 2

 

Text: Steff Des Troy
Fotos: Martin Dannehl

Grailknights
Equilibrium
Graveworm
Sodom
Darkened Nocturn Slaughtercult
Powerwolf

Gleich geht’s wieder zurück in die warme Halle, in der die Superhelden der GRAILKNIGTS schon auf ihre Fans warten. In bunten Superheldenkostümen haben diese Jungs mal ein ganz besonderes Bühnenoutfit. Musikalisch bekommt man eine interessante Mischung aus Melodic Death und Powermetal zu hören. Besonderheit der Show der GRAILKNIGHTS ist, dass diese stark auf der Mitarbeit des Publikums aufbaut, was den tollen Effekt hat, dass Band und Fans den tollen Gig gemeinsam beschreiten und so zusammen eine Menge Spaß haben.

Zum Glück lässt mittlerweile die Hitze wieder etwas nach und so können sich die Massen vor der Outdoorbühne zu EQULIBRIUM einfinden. Und dabei ist Masse noch untertrieben! Scheinbar das gesamte Rock im Betonwerk hat sich eingefunden und keinen halben Song dauert es bis Köpfe nicken und Haare fliegen. Die beliebte Band bietet mal wieder eine gelungene Show. Ein paar Mal konnte man sie dieses Jahr ja schon bewundern und auch heute gleicht der Auftritt von EQUILIBRIUM einem einzigen großen Fest. Mit dabei natürlich Songs quer durch die Diskographie. Da das letzte Album schon ein paar Jährchen her ist, hoffen wir natürlich dass es bald was neues tolles von EQUILIBRIUM geben wird.

Noch ist kein Ende des Abends in Sicht. Kurz darf man sich von EQUILIBRIUM erholen doch dann geht es Indoor gleich weiter mit GRAVEWORM! Diese Melo Death Band widmet sich in ihren neueren Werken Themen wie Liebe, Traurigkeit, dem Tod und dem Bösen. Entsprechend melodische und ausgefuchste Riffs sorgen dabei für die richtige Stimmung, während es an der erforderlichen Death Metal Härte jedoch nicht fehlt. Die Sounds von GRAVEWORM laden auf unbestechliche Weise zum Bangen ein und da lässt sich das zahlreich erschienene Publikum natürlich nicht lange bitten und so schwingen die Köpfe, dass die Haare nur so fliegen.

Verschwitzt und gut durchgeschüttelt gehts zum heutigen Co-Headliner. Outdoor ist alles bereit für die lebenden Legenden von SODOM. Wie wahre Rockstars performen die Speed und Thrash Metal Veteranen auf der Bühne. Vor einigen Wochen konnte man sie auch auf dem With Full Force Festival bewundern und auch heute legen sie einen professionellen und musikalisch bewundernswerten Auftritt hin. Das Publikum ist begeistert, denn es gibt eine gelungene Mischung aus alten sowie ganz neuen Songs zu hören. Mit dabei natürlich auch einige Werke der neusten Scheibe „Epitome of Torture“. Noch immer ist das gesamte Festival auf den Beinen, der Platz vor der Bühne ist voll und auch Backstage haben sich viele eingefunden, die den Auftritt der alteingesessenen Thrasher begeistert verfolgen. Ähnliches Treiben kann man auch bei SODOMs Autogrammstunde beobachten. Unglaublich viele Fans stehen an, um ein Autogramm zu bekommen und/oder ein Foto zu machen.

So, nach all den harten, groovigen und schwungvollen Tönen heute wird es Zeit für ein Bisschen mehr Finsternis. Die Sonne ist so gut wie weg, die Nacht bricht herein und alle Black Metal Fans sind auf dem Weg zurück zur Black Stage, denn dort gibt es nun ein wahres Spektakel zu sehen. D.N.S. Aka DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT sind bereit die Nacht des letzten Festivaltages hereinbrechen zu lassen. Mit einer eindrucksvollen Bühnendeko deren Hingucker ein großes umgedrehtes Kreuz ist, fiesem Corpsepaint und einer Sängerin,  deren Stimme man getrost als gleichermaßen verstörend und großartig bezeichnen kann, sind D.N.S. ein wahres Highlight für alle Black Metal Fans. Besonderheit dieses Rituals war die Umsetzung des neusten Werkes „Necrovision“, bei welcher Sängerin Onielar weiß trägt. Die Atmosphäre ist sehr düster, tragisch und fesselnd. Man kommt gar nicht zum bangen, da man die Augen einfach nicht von Onielar abwenden kann und ihre irre, hohe und so böse Stimme einen in ihren Bann zieht. Selbst die Ansagen verursachen einem Gänsehaut. Wer diesen fantastischen, eindrucksreichen Auftritt nicht erlebt hat, hat wirklich etwas verpasst.

Zurück zum Powermetal ! Auf der großen Freilichtbühne ist es nun Zeit für POWERWOLF! Gesungen wird nun über Werwölfe, dunkle Mythen und Religion. Auch wenn das schwarz-weiße Corpsepaint bei einer Powermetalband ein wenig verwirrt, überzeugen die Herren doch mit Publikumsoffenen und lustigen Ansagen und einem rockigen, spaßigen Sound. Auch hier gibt es brandneue Werke zu hören, z.B. von der kürzlich erschienenen „Preachers of the Night“. So kann man Powerwolf als gelungenen Abschluss und würdigen Headliner betrachten. Die Leute haben Spaß und die Stimmung ist wirklich toll.
Doch noch ist das Ende nicht erreicht. Ein wenig düsterer geht es weiter in der Halle mit EWIGHEIM. Eine düstere, melodische Show, selbstbewusst performt, was daran liegen könnte, dass Sänger und Gitarrist ebenfalls Mitglieder der Band EISREGEN sind.

Für ein Bisschen Terror sorgten dann noch die Jungs von MYRA und LAST CHAPTER, die mit lauten Core-Sounds das Festival beschlossen. Auch wenn die Halle sich mittlerweile sehr geleert hat, nochmal ein kräftiger,  powervoller Abschluss.

 Veröffentlicht von am 13:57

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